Wednesday, 23. may 2012
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13:23
Für unseren letzten gemeinsamen Schulbesuch hatten Roxanne und ich Verstärkung aus Deutschland. Sandra ist ebenfalls Lehrerin
und wollte uns deshalb sehr gerne begleiten. Gemeinsam haben wir drei Frauen inklusive zwei Kindern uns auf den Weg gemacht und die Schule glücklicherweise recht schnell gefunden. Ja, manchmal
verstehen wir sogar die Wegbeschreibungen :-)
Das Schulgelände war verhältnismäßig weitläufig und ansprechend, was uns sehr gefreut hat. Es gab sogar einen kleinen
Spielplatz und selbst die Außenwände waren bunt bemalt und beschrieben. Wir wurden von der Lehrerin in Empfang genommen und durch die Klassen geführt. Die Klassenzimmer waren gut ausgestattet mit
Materialen und Büchern, auch wenn es den Eindruck gemacht hat, als ob sie die tollen Bücher nicht wirklich zu nutzen wissen.
Alles war üppig dekoriert und sie hatten sogar einen kleinen Duka (=Laden), wo sie das Einkaufen spielerisch mit den Kindern
üben.
Roxanne hat wieder gemeinsam mit den Kindern gesungen - mit viel Bewegung, denn das kommt stets sehr gut an bei den Kleinen
und sorgt für viel Gelächter.

Der Tagesablauf (Bild oben rechts) ist fest gegliedert; wenn sie sich dann auch daran halten. Sogar das Händewaschen (Kunawa
Mikono) ist richtig aufgelistet...

Bild unten links: Übersicht über die Anzahl der Schüler (männlich, weiblich und gemeinsam) pro Klasse.
Es gab auch eine Küche, wo jeden Tag für die Kinder gekocht wird. An diesem Tag stand Uchi (eine Art Breigetränk aus Maismehl
mit viel Zucker und Gewürzen) auf dem Speiseplan. Wir bekam auch eine Tasse...
Außerdem war der Doktor da, der selbst einen Gips am rechten Arm hatte (leider hat er seinen Arm zu schnell wieder aus der
Sicht der Kamera gehabt).
Klassenfotos haben wir natürlich auch wieder gemacht - hier die ganz Kleinen.
Und zum Schluss noch ein Bild von den Besucher gemeinsam mit der Schulleiterin und unserer Seminarteilnehmerin.
von Doro
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Tuesday, 22. may 2012
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04:34
Da ich bereits seit einigen Stunden wach liege, habe ich mir nun den Computer geschnappt. Annelie kam gegen drei Uhr... keine
Ahnung, was genau der Grund dafür war. Auf alle Fälle bin ich anschließend nicht mehr eingeschlafen. Dabei hätte ich Schlaf dringend nötig! Die vergangenen Tage waren sehr anstrengend und oftmals
waren die Nächte auch recht kurz bzw. leider durch Kinder unterbrochen.
Aber heute Nacht sind meine Gedanken zu Jason und Roxanne gewandert, die sich momentan mit ihren Töchtern und all ihrem Hab
und Gut in der Luft befinden. Gestern Nachmittag haben wir sie endgültig am Flughafen verabschiedet. Es war befremdend und unwirklich, denn irgendwie realisiert man in so einem Augenblick nicht
wirklich, was für ein Schnitt es tatsächlich ist! Auf sie wartet ein neuer Abschnitt und vieles davon liegt noch im Unbekannten. Auch auf uns wartet ein neuer Abschnitt. Nur bleiben wir mal
wieder als diejenigen stehen, die zurück gelassen wurden, deren Umfeld sich nicht ändert, nur die Menschen, mit denen man das Leben über vier Jahre hinweg geteilt hat sind weg. Unser Alltag war
nicht zu eng verwoben. Aber dennoch haben wir uns regelmäßig gesehen und wussten einfach, dass jemand da ist, auf den man zählen kann, den man anrufen und besuchen kann, mit dem man Dinge
gemeinsam anpacken kann.

von Doro
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Tuesday, 22. may 2012
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04:33
Ha-Di hatte für Joel eine Maske mit Schnorchel und Flossen aus Deutschland mitgebracht. Und seit dem Augenblick, wo Joel
dieses Geschenk überreicht bekommen hatte, konnte er es kaum noch aus den Augen lassen. Alles musste direkt anprobiert werden und am Abend saß er damit in der Wanne (Bild nicht zur
Freigabe).
In den folgenden Tagen hat er stets nach seinen neuen Sachen Ausschau gehalten und jedem stolz
präsentiert, was er für ein tolles Geschenk bekommen hat.
Der erste Praxiseinsatz verlief erstaunlich gut. Mit der Maske hatte er ja bereits vor einigen Wochen erste Tauchausflüge in
die Unterwasserwelt unternommen. Und Flossen hatte er auch schon ein paar Mal im Pool an - von seinen Schwestern. Nur waren die großen Schwestern darüber nicht so glücklich und er
musste sie meist schnell wieder her geben...
Bei unserem letzten Ausflug nach Prison Island bekam Joel nun endlich die Gelegenheit, seinen neuen Schwimmanzug und das
Schnorchelset einzuweihen! Und es hat erstaunlich gut geklappt :-)
von Doro
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Tuesday, 22. may 2012
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04:12
Seit Wochen hat unsere Katze einen immer dicker werdenden Bauch mit sich herum getragen. Der Bauchumfang wurde aber immer
mehr und mehr...
Nasya meinte dann am Sonntag vor einer Woche voller Überzeugung: "Morgen kommt der Papa wieder und die Katze bekommt ihre
Babies."
Und mit dieser Aussage hat sie voll ins Schwarze getroffen. Am Vormittag habe ich einen ziemlich übermüdeten Ehemann vom
Flughafen abgeholt und am Nachmittag kamen die Katzenbabies.
Die Kinder waren gerade alle oben am Spielen, als sie plötzlich ganz aufgeregt zu mir in die Küche kamen. Alle haben
gleichzeitig geredet: "Die Katze bekommt ihre Babies!!!"
Auf meine Rückfrage "Wo" kam die Antwort: "Oben, beim Wickeltisch!"
Ich hatte gerade alle Hände voller Kuchenteig und deshalb hab ich die Kinder erst mal zu Papa ins Büro geschickt, damit sie
ihn zur Hilfe holen sollen; was sie auch schnell gemacht haben.
Wenig später kam ich dann nach oben. Die Katze hatte sich zwischendurch vom Flur in unseren kleinen Vorratsraum zurück
gezogen. Ha-Di hat einen Karton geholt und die Katze dort hinein gepackt. Ein Kätzchen war bereits geboren und das zweite auf dem Weg. Alle Kinder saßen begeistert um den Karton herum
und haben verfolgt, was vor sich geht.
Zwischendurch wollte sie sich dann wieder in den Vorratsraum verziehen, aber dann haben wir sie einfach kurzerhand mit ihrer Kiste auf
den Balkon rausgestellt und die Türe zugemacht. Alle weiteren Kinder kamen also dort auf die Welt.
Am Schluss waren es FÜNF... und die gute Mama hat mit ihrem Fullhouse nun richtig viel Arbeit. Bisher scheinen alle Kleinen
tüchtig zu wachsen und gut versorgt zu sein.

von Doro
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Tuesday, 22. may 2012
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04:07
Am Freitagnachmittag waren Jason und Roxanne nochmals auf Hochzeiten - jeder auf einer anderen. Die Kinder kamen deshalb am
Nachmittag zu uns zum Spielen. Es waren die letzten gemeinsamen Stunden und sie hatten wirklich sehr viel Spaß zusammen. Es ist schön zu sehen, dass unser Haus für Annikah und Evy über all die
Jahren hinweg ebenfalls zu einem Zuhause geworden ist. Und gerade in den letzten zwei Wochen, wo sich ihr eigenes Zuhause so grundlegend verändert hat, haben sie sich in der vertrauten
Umgebung bei uns beide sehr wohl gefühlt.
Wir haben viel gemeinsam gelacht, gemalt und Zeit auf dem Trampolin verbracht. Wobei Evy ständig zwischen meinem Arm und dem
Trampolin hin und her gewechselt hat. Es gibt auch ein kleines Video dazu und ein paar Bilder.
Letztes Bild mit unseren sechs Teamkindern... Wir vermissen Annikah und Evy jetzt schon!
von Doro
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Friday, 18. may 2012
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10:29
Für Annikah war es am Mittwoch das letzte Mal, dass sie zur Tanzklasse kommen konnte. Und so gab´s zum Abschluss noch eine
kleine Vorführung für uns Eltern. Jason hat den Tanz gefilmt und wir hoffen, dass er uns dann die CD zuschicken wird
eines Tages :-)
Achtung, gleich geht´s
los!
Lisa und Carina machen echt eine gute Arbeit, da es nicht immer leicht ist, die Kinder anzuleiten und ihnen die
vereschiedenen Bewegungen beizubringen. Aber die Kinder lieben es und seit einigen Wochen will Joel nun auch immer mit zur Tanzstunde. Er liebt alles, was mit Musik zu tun hat :-)
Vor einigen Wochen haben wir bereits eine Sondervorführung gehabt, weil es die letzte Gelegenheit war, dass Oma und Opa den
Tanz auch sehen können. Joel hat versucht den Part von Annikah zu übernehmen. Hier das Video dazu!
von Doro
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Friday, 18. may 2012
5
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/2012
10:26
Am vergangenen Mittwoch haben wir uns zum letzten Mal mit diesem bunten Haufen wunderbarer Frauen getroffen, die
überwiegend in Roxannes Nachbarschaft wohnen. Da Roxanne vorab schon angekündigt hatte, dass wir eine kleine Abschlussfeier mit gemeinsamem Essen haben werden und auch ein Gruppenbild machen
wollen, konnten sich alle in Schale werfen. Das ist hier ja immer extrem wichtig. Ein paar Frauen haben sich deshalb auch ziemlich verspätet ;-)
Mitte Februar hat Roxanne diese Gruppe gestartet, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits fest stand, dass sie uns im Juni
verlassen wird. Sie wurde in den vergangenen Monaten immer wieder von Frauen gefragt, ob sie ihnen beim Englisch lernen helfen könnte. Nach längerem Abwägen hat sie diesen Bitten nachgegeben, mit
dem Herzensanliegen, bei jedem Treffen auch eine Geschichte aus dem Injil (Bibel) zu erzählen.
Ich war mit von der Partie, um Roxanne zu unterstützen und nebenbei die Chance zum Swahili lernen zu nutzen. Allerdings war
es an den meisten Abenden eine echte Überwindung für mich, weil ich einfach abends immer extrem müde bin und während der sehr heißen Tage auch meist Kopfschmerzen hatte.
Wir saßen für gut 2 Stunden auf Matten auf dem Boden - ja, das macht man hier so. Auch wenn ich in meiner Jugend immer extrem
viel auf dem Boden gemacht habe (und meine Eltern das nie verstehen konnten), so bin ich das inzwischen echt nicht mehr gewöhnt und mir tat anschließend immer der Rücken weh.
Dennoch war es faszinierend zu erleben, wie motiviert die Frauen waren und wie sie von Mal zu Mal Fortschritte gemacht haben.
Auch die Geschichten haben sehr viel Spaß mit sich gebracht, da wir immer versucht haben, die Worte durch Bewegungen besser zu verdeutlichen.
Dies war eine von fünf Abschiedsfeiern - an denen ich in den letzten 10 Tagen teilgenommen habe.
von Doro
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Monday, 14. may 2012
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08:05
Am Samstag wurden Jason und Roxanne von dem Mann besucht, der den Kindern und Jason das Leben gerettet hatte. Er hatte zuvor
schon die ganze Geschichte aufgeschrieben und nun konnten sie von Angesicht zu Angesicht gemeinsam darüber reden, was er an diesem Nachmittag erlebt hat.
Ein weiteres Stück dieses großen Wunders, das sich
vor drei Wochen ereignet hat.
von Doro
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